Kulturort Wintringer Kapelle    
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Nachtruf

Drive in art – die Kunst lebt

Konzept: Lesllie Huppert
Schnitt: Leslie Hppper & Henri Rohr


Videoprojektionen der Künstlerin Leslie Huppert pojizieren den Stellenwert der Kunst
in der Krise auf das mittelalterliche Bauwerk

Bild: Nachtruft | Station Historischs Museum Saar im Juni

Am Dienstag, 7. Juli 2020, wurden mit Einbruch der Nacht Videos von außergewöhnlichen Kunstwerken verschiedener Künstlerinnen und Künstler auf die Innen- und Außenfassaden der Wintringer Kapelle projiziert. Einige der künstlerischen Reflexionen, die in der nächtlichen Atmosphäre in Erscheinung traten, haben sich auch mit der Frage beschäftigt, wie die Menschheit die Zukunft dieser einzigartigen Biosphäre – die Erde – gestaltet.

Hintergrund
Die Riegelsberger Künstlerin und Preisträgerin des Kulturpreises des Regionalverbandes Saarbrücken (2014) Leslie Huppert ist derzeit gemeinsam mit ihrem Assistenten Henri Rohr im Saarland unterwegs, um mittels mobiler Nachtfahrten die Kunst in die wahrnehmbare Nähe der Menschen zu projizieren. Künstler und Künstlerinnen haben dazu ihre Arbeiten (Videos, Bilder, Zeichnungen) zur Verfügung stellen. Das Team schneidet die Bilder zu einem Stop-Motion-Video zusammen und bringt alle Videos zu mehreren Streams zusammen. Die Kunstaktion soll bis es zu einer Normalisierung des öffentlichen Lebens kommt an verschiedenen Orten im Saarland fortgeführt werden.

Im Folgenden eine kleine Auswahl von Ansichten und zwei Kurzfilme, die komplette Liste der Künstler*innen zum Download im Anschluss:

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Der Film „Kashmir`s Ophelia“ ist ein Film von Greta Mendez (Trinidad/Tobago und London) und Mat de Koning (Australien).
Der Film entstand in Srinagar, Kashmir, im Rahmen des Performanceprojektes „Art Karavan“ durch den Himalayagürtel Indiens.
Die Performerin, Frau Mini Kumari ist eine indische Performancekünstlerin und Malerin. Alle Akteure lernten sich durch die Art Karavan kennen und entschieden sich zu kollaborieren.

Kashmir ist ein Staat Indiens an der Grenze zu Pakistan. In Kashmir leben hauptsächlich Muslime, die sich die Unabhängigkeit wünschen, besonders, da sie sehr unter der Oberherrschaft Indiens leiden und auch massiv unterdrückt werden. Zusätzlich wird der Konflikt durch Pakistan angeheizt, das Kashmir für sich beanspruchen möchte. Die Menschen leiden unter monatelangen Ausgangssperren, Übergriffe der dort in Massen stationierten indischen Soldaten und den durch die Konflikte ausfallenden Tourismus.

Das Video thematisiert diese Situation.

Die Kashmir Ophelia steigt in eine Barke, die durch den Dal See gezogen wird. Sie liegt in Blumen gebettet in dem Holzkanu, das durch den See gleitet, vorbei an paddelnden Menschen, Häusern, spielenden Kindern, mit aufgerissenen, tot erscheinenden Augen in den Himmel blickend. Beide Hände sind starr nach oben gerichtet, in einer Hand mit Pigmenten die indische Flagge gezeichnet und in der anderen Hand die pakistanische Flagge. Ophelia symbolisiert hier das zu Grabe getragene Kashmir, zerrieben zwischen zwei Ländern.

Der Film „Seiltanz“, von Leslie Huppert, entstand während eines Stipendiums in Brasilien.
Der Film zeigt in Slow-motion einen jungen Mann, der sich balancierend auf einem Seil hin und zurück bewegt. Thematisch behandelt der Film den Balanceakt des Lebens, in dem man sich vorsichtig vorantastet, um manchmal zu straucheln, sich wieder fängt, auch Rückschritte macht, um sich erneut vorzutasten, immer in Gefahr abzustürzen und voller Hoffnung es nicht zu tun und weiter zu kommen.

Liste der Künstler*innen und ihre Werke, die bei dem Video-mapping am KulturOrt Wintringer Kapelle, am 7. Juli 2020, gezeigt wurden.

2015 war die Künstlerin unter dem Titel „Il fait froid“ im Rahmen der jährlichen Kunstprojekte „per annum“ mit einem Werk zu Gast, dass sich mit der Fluchtbewegung (Migration und Integration) von Menschen auseinandergesetzt hat.